Das Projekt «CO₂-Kompensation mit Humusaufbau» startet 2025 und wird von der Liechtensteinischen Post, den Liechtensteinischen Kraftwerken, Liechtenstein Wärme und der Telecom Liechtenstein getragen. Ziel ist es, durch gezielten Humusaufbau auf landwirtschaftlichen Flächen in Liechtenstein und im Werdenberg CO₂ zu speichern und damit die Netto-Null-Strategie der Unternehmen zu unterstützen. Der nicht vermeidbare CO₂-Ausstoss der beteiligten Unternehmen von rund 1’100 Tonnen pro Jahr soll so regional kompensiert werden.
Landwirte profitieren von einer höheren Bodenfruchtbarkeit und Klimaresilienz, deutlich reduziertem Hilfsstoffeinsatz, kostenlosen Bodenanalysen, fachlicher Beratung und Einnahmen aus CO₂-Zertifikaten. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. Ziel ist die Förderung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken in Liechtenstein und Werdenberg.
Unsere Projektpartner sind kba agrarsolution und CarboCert GmbH.
Projektverlauf zusammengefasst
Gelungener Projektstart Ende 2025
Nachdem beidseits des Rheins Informationsveranstaltungen durchgeführt wurden, soll nun mit interessierten Landwirten die Zusammenarbeit im Projekt über die nächsten Jahre vereinbart werden. Im Januar erfolgten bereits die ersten GPS-gestützten Probeentnahmen in den Feldern, um den Ausgangswert des Humusgehaltes zu messen und weitere Informationen über den aktuellen Zustand des Bodens zu erhalten.
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von links nach rechts:
Adrian Klammer (LKW), Andreas Luzi (Post), Bernd Liebscher & Roger Hilti (Telecom), Michael Baumgärtner (Liechtenstein Wärme).
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Nachhaltig engagierte Landwirte aus der Region sind Teil des Projektes.
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Erste Bodenproben zum Humusgehalt wurde mittels Bohrungen im Januar 2026 entnommen.
Beginn der Umsetzung auf den Betrieben
Nach Vorliegen der Analyseergebnisse der Bodenproben haben sich die Landwirte und Berater intensiv mit diesen auseinandergesetzt und gemeinsam praxistaugliche, individuell auf den Betrieb zugeschnittene Massnahmen erarbeitet. Obwohl die Massnahmen ganz unterschiedlich sind, verfolgen sie dennoch alle dasselbe Ziel – den Aufbau von Humus und damit eine langfristige Verbesserung der Nutzbarkeit der Böden und eine Speicherung von CO2.
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Landwirte tauschen sich zu Massnahmen zum Humusaufbau im Grünland aus.
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Spatenproben verschiedener Böden der Projektflächen.
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Frischer (links) und kompostierter Mist (rechts): kompostierter Mist ist in seiner Düngerwirkung pflanzenverträglicher.
Schritt für Schritt geht’s weiter
Winter 2026
- Durchführung von Informationsveranstaltungen für interessierte Landwirte
- Erfolgreiche Vertragsabschlüsse mit 11 Landwirten
- Sicherstellung von 293 ha Projektfläche, davon 251 ha in Liechtenstein
- Durchführung der ersten GPS-gestützten Bodenproben zur Analyse des Humusgehalts
Sommer 2026
- Start der Umsetzung der Massnahmen zum Humusaufbau durch die Landwirte
- Laufende fachliche Begleitung
- Eigens organisierte Weiterbildungen für Landwirte
Unser Weg zur Klimaneutralität
2026
Ausbau Photovoltaikanlage
Ausbau Photovoltaikanlage
Im Frühjahr 2026 haben wir unsere Photovoltaikanlage deutlich erweitert: Seither nutzen wir neben dem Dach auch die Fassade unseres Betriebszentrums, um zusätzlichen erneuerbaren Strom zu gewinnen. Die rund 500 Solarmodule produzieren jährlich etwa 165’000 kWh Strom. Damit stärken wir unsere Eigenversorgung, reduzieren den CO₂-Ausstoss und nutzen den selbst produzierten Solarstrom gezielt für eine nachhaltige Mobilität. Zudem prüfen wir einen weiteren Ausbau, um künftig noch mehr Solar- und Winterstrom zu erzeugen.
Winter 2026
Durchführung von Informationsveranstaltungen für interessierte Landwirte
Erfolgreiche Vertragsabschlüsse mit 11 Landwirten
Sicherstellung von 293 ha Projektfläche, davon 251 ha in Liechtenstein
Durchführung der ersten GPS-gestützten Bodenproben zur Analyse des Humusgehalts
2025
Klimaprojekt von Climate Partner
Klimaprojekt von Climate Partner
Über 62% unseres CO₂-Ausstosses konnten wir bereits reduzieren. Als Übergangslösung, bis wir unser eigenes regionales Kompensationsprojekt starten können, kompensieren wir unsere verbleibenden Emissionen mit dem Klimaprojekt „Ökologische Aufwertung von Lebensräumen in der Schweiz“ von ClimatePartner. Damit fördern wir Biodiversität, Naturschutz und saubere Energie zugleich. Ein Beitrag, der lokal wie global Wirkung zeigt.
2025
Gemeinsam für fruchtbare Böden
Gemeinsam für fruchtbare Böden
Gemeinsam mit unseren Partnern LKW, Telecom Liechtenstein und Liechtenstein Wärme haben wir uns schon vor einiger Zeit auf den Weg gemacht, den CO₂-Ausstosses so weit wie möglich zu reduzieren und den nicht reduzierbaren Teil lokal und regional zu kompensieren. Mittels gezieltem Humus-Aufbau wird CO₂ im Boden gespeichert. Das kommt der Natur, den engagierten Landwirten und Bodenbesitzern in Liechtenstein und im Werdenberg sehr zugute. Ab 2028 soll so der nicht reduzierbare Teil des CO₂-Ausstosses kompensiert und Landwirte für ihre Aufwände über Zertifikate finanziell entschädigt werden.
2024
E-Fuhrpark bald komplett
E-Fuhrpark bald komplett
Mit wenigen Ausnahmen konnten wir 2024 die Elektrifizierung unseres gesamten Fuhrparks abschliessen. Zum Beispiel für die 4 Pakettouren, welche die Pakete für Balzers, Triesen und einen Teil der Gemeinde Vaduz im Paketzentrum Untervaz direkt ab Band der Sortieranlage laden und dort die Tour starten, sind noch keine geeigneten E-Lieferwagen am Markt verfügbar. Die Entwicklung schreitet auch hier mit immer längeren Reichweiten und höheren Ladekapazitäten voran. Zudem haben wir weiter in die Ladeinfrastruktur an den Standorten Schaan und Bendern investiert.
2023
Umstellung auf elektrisch betriebene Transportfahrzeuge
Umstellung auf elektrisch betriebene Transportfahrzeuge
Der aktuelle Anteil von knapp über 50% elektrisch betriebener Fahrzeuge des Gesamtfuhrparks wird mit der Inbetriebnahme weiterer Elektrofahrzeuge nach und nach bis Ende 2025 erhöht. Mit den 18 neu beschafften E-Fahrzeugen fahren bis Ende 2023 75% der eigenen Fahrzeuge elektrisch.
2022
Inbetriebnahme des Mobilitäts-managements
Inbetriebnahme des Mobilitäts-managements
Das im Dezember 2021 beschlossene, neue Mobilitätsmanagement wurde am 1. Januar 2022 in Betrieb genommen. Damit werden Anreize für Mitarbeitende geschaffen, die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Fahrrad für den Arbeitsweg zu benutzen und somit die Ziele in Scope 3 wesentlich zu verringern.
2021
Teilnahme an „Bike to Work“
Teilnahme an „Bike to Work“
Seit 2021 nimmt die Liechtensteinische Post jährlich an der Aktion „Bike to Work“ teil. Mitarbeitende werden motiviert, ihren Arbeitsweg mit dem Fahrrad zurückzulegen und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Gleichzeitig fördern wir nachhaltige Mobilität, Gesundheit und Teamgeist im Unternehmen.
2021
Umstellung auf LiStrom alpin
Umstellung auf LiStrom alpin
Seit 2021 beziehen wir LiStrom alpin der Liechtensteinischen Kraftwerke. LiStrom alpin wurde speziell für Unternehmen als 100 % erneuerbares Produkt entwickelt. Es besteht vollumfänglich aus regional alpiner Wasserkraftproduktion.
2020
Einsatz eines Elektro-LKWs
Einsatz eines Elektro-LKWs
Seit Oktober 2020 wird für Fahrten ins Briefzentrum Zürich-Mülligen und ins neue regionale Paketzentrum Untervaz ein Elektro-LKW eingesetzt. Die Fahrten werden von einem externen Transportunternehmen im Auftrag der Liechtensteinischen Post durchgeführt. Dazu wurde am Standort im Betriebszentrum in Schaan eine E-Ladestation für LKW eingerichtet.
2019
Anschluss an das Fernwärmenetz
Anschluss an das Fernwärmenetz
Mit der Inbetriebnahme des Fernwärmenetzes in Liechtenstein über die KVA Buchs wurde auch eine Leitung in das Betriebszentrum in Schaan verlegt und an das Fernwärmenetz angeschlossen. Seit der Inbetriebnahme am 8. Februar 2019 reduziert sich damit der direkte CO2-Ausstoss aus der Beheizung des Betriebszentrums auf null.
2012
Start zur Umstellung der Rollerflotte
Start zur Umstellung der Rollerflotte
Die Umstellung der benzinbetriebenen Rollerflotten auf elektrische Fahrzeuge legte den Grundstein für eine klimaneutrale Post und führte bis 2014 zum vollständigen Ersatz aller Zweiradroller durch dreirädrige Elektroroller.